Musik, Gemeinschaft und Kerzenschein: Wohnpark Hermann Löns feierte Weihnachten

Älteres Kammermusikensemble spielt im Gemeinschaftsraum, mit Geige, Cello und Kontrabass.

Mit festlichen Klängen wurde am 2. Dezember die Weihnachtszeit im Diakonie-Wohnpark Hermann Löns eingeläutet. Ein Ensemble aus dem Kammerorchester der Kreuzkirche sorgte für die musikalische Gestaltung der Feier. Besonders hervorzuheben war dabei die Mitwirkung von Gisela Röbbelen: Die 86-Jährige ist selbst Mieterin im Wohnpark und spielte gemeinsam mit Bettina Gesing (beide Violine), Wolfgang Ophüls (Viola), Constanze Ophüls (Violoncello) und Martin Litzinger (Kontrabass).

Zum Auftakt erklangen drei Tänze von Henry Purcell. Im Anschluss trug Anette Pehrsson, im Diakonischen Werk verantwortlich für den Bereich „Wohnen mit Service“, ein Gedicht vor, bevor die rund 20 anwesenden Gäste gemeinsam mit dem Streicherensemble bekannte Weihnachtslieder anstimmten. Den musikalischen Schlusspunkt setzte das Quintett mit dem Pastorale aus dem Weihnachtskonzert von Arcangelo Corelli. Bei Kaffee, Kuchen und Gebäck blieb anschließend Zeit für Gespräche, ehe drei Choräle aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach den Nachmittag ausklingen ließen.

Danach machten sich die Musikerinnen und Musiker auf den Weg in die Demenzwohnbereiche. Auch dort spielten sie vertraute Weihnachtslieder und sorgten für bewegende Momente. Viele Bewohnerinnen und Bewohner sangen begeistert mit und erlebten die Musik als besondere Form der Zuwendung.

Im Diakonie-Wohnpark Hermann Löns leben insgesamt 80 Mieterinnen und Mieter. Dazu gehören 24 Menschen mit Demenz im Alter von 71 bis 93 Jahren, die in zwei ambulant begleiteten Wohngemeinschaften wohnen. Ergänzt wird das Angebot durch 45 barrierefreie Wohnungen mitten in Herne. „Der Wohnpark ist für viele zu einem echten Zuhause geworden – ein Ort, an dem noch einmal ein neuer Lebensabschnitt beginnt“, betont Anette Pehrsson.

Unser Bild:
Festlicher Adventsauftakt mit Musik: (von links) Gisela Röbbelen, Bettina Gesing, Wolfgang Ophüls, Constanze Ophüls und Martin Litzinger. Foto: privat

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